Zwei Teenies (16, 17) sterben bei Baum-Crash – Falkensee weint um zwei seiner Kinder – Berlin

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    Falkensee – Es ist der Baum mit der Nummer 136. Er steht rechts neben der Landstraße 20 zwischen Falkensee und Schönwalde (Havelland). Ein herrschaftlicher Alleebaum.

    Montagnachmittag versammelten sich hier fast 100 Menschen. Sie bildeten eine Schlange der Trauer, um von zwei Kindern aus Falkensee Abschied zu nehmen.

    Der Wagen war nach einer leichten Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen und dann seitlich gegen den Baum gekracht! Das Auto wurde komplett zerstört.


    Der 20-jährige Fahrer hatte am Sonntagabend auf der brandenburgischen Landstraße bei Falkensee die Kontrolle über den Audi verloren – der Wagen krachte gegen einen Baum, kam völlig zerstört auf dem Fahrradweg zum StehenFoto: spreepicture

    Der 20-jährige Fahrer überlebte schwerverletzt. Er kam mit einem ADAC-Helikopter ins Krankenhaus
    Der 20-jährige Fahrer überlebte schwer verletzt. Er kam mit einem ADAC-Helikopter ins KrankenhausFoto: spreepicture

    Courtney saß vorne rechts, Jeff hinten rechts. Beide hatten keine Chance. Sie waren sofort tot.

    Fahrer Dennis wurde aus dem Wagen geschleudert. Er überlebte, ringt aber lebensgefährlich verletzt im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in Marzahn mit dem Tod. Nach Auskunft von Freunden liegt er im Koma.

    Auch Mitschüler der beiden toten Teenager, die die neunte Klasse der Kant-Gesamtschule in Falkensee besuchten, waren gekommen, um Abschied zu nehmen. Eine Freundin der 16-Jährigen erzählt schluchzend: „Courtney wollte jetzt ihren Abschluss machen, dann eine Lehre anfangen. Nun ist sie weg. Nicht mehr da. Einfach so. Es ist nicht zu verstehen!“

    Ein Augenzeuge aus der Hundeschule, die sich gegenüber dem Unglücksort befindet, sagt zu BILD: „Es gab plötzlich ein scharfes Bremsgeräusch, dann einen Aufprall. Ich schaute hoch. Sah dann, wie der Audi auf dem Feld stand. Der Wagen war total zertrümmert. Wir sind an den Wagen ran.“

    Der Ersthelfer stockt, hält den Atem an. Die Erinnerung an das, was er sah, überfällt ihn immer wieder.


    Polizisten und Feuerwehrleute stehen am Sonntagabend vor dem Unfallwrack
    Polizisten und Feuerwehrleute stehen am Sonntagabend vor dem UnfallwrackFoto: spreepicture

    Er holt tief Luft, muss sich sammeln, bevor er weitersprechen kann: „Die Kleine saß vorn, noch angeschnallt. Aber sie hatte die Augen zu. Als würde sie schlafen. Der Junge, der hinten saß, auch.“

    Der Fahrer hätte auf dem Feld, etwas abseits vom Auto, gelegen, erzählt der Augenzeuge. „Ein Freund von mir kümmerte sich um ihn, sprach mit ihm.“
    Die Polizei hat jetzt einen Gutachter beauftragt, um die Unfallursache zu untersuchen.

    Von den Trauernden kann sich niemand erklären, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte. „Dennis war ein umsichtiger und vorsichtiger Autofahrer. Er war kein Raser!“, sagt ein Kumpel am Baum der Trauer.

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