Spitzenkandidatin Göring-Eckardt setzt Grünen ehrgeizige Wahlziele – »Viele werden staunen und wir werden feiern – Hamburg

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    Hamburg – Die Grünen wollen bei der Bundestagswahl in drei Monaten ein zweistelliges Ergebnis erreichen und die drittstärkste politische Kraft hinter CDU und SPD werden – haben sie sich vorgenommen. 

    Diese Wahlziele bekräftigte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Samstag bei der Landesmitgliederversammlung der Hamburger Grünen.

    „Am 24. September werden viele staunen und wir werden feiern“, sagte Göring-Eckardt unter dem starken Beifall ihrer Parteifreunde.

    Göring-Eckardt hielt an dem Ziel fest, dass für den Klimaschutz ab 2030 kein Auto mit Verbrennungsmotor mehr neu zugelassen wird. „Wir haben unterschiedliche Meinungen darüber, ob es vielleicht ein oder zwei Jahre länger dauert“, sagte sie unter Anspielung auf einen im Internet veröffentlichten Filmausschnitt mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

    „Es kommt aber darauf an, dass wir gemeinsam diesen Weg gehen, mit Winfried Kretschmann.“

    In den Vordergrund des Wahlkampfes wollen die Grünen den Klimaschutz stellen. „Es geht um den Planeten, die Planetin, wie immer man es bezeichnen möchte“, sagte Göring-Eckardt. „Wir werden mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, für die Klimaziele kämpfen.“ Die globale Temperatur sei schon um 1,2 Grad gestiegen, ab zwei Grad drohten Horrorszenarien, die sie sich gar nicht vorstellen wolle.

    In Deutschland seien die Grünen die Speerspitze der Klimaschutzbewegung.

    In der Diskussion unterstützten die Mitglieder überwiegend den Kurs ihrer Parteiführung und stärkten Göring-Eckardt den Rücken. Nur wenige mahnten an, auch über den Vertrauensverlust bei früheren Stammwählern und deren Abwendung von den Grünen nachzudenken.

    G20-Gipfel unerwünscht 

    Bei der Diskussion um den bevorstehenden G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer in Hamburg in zwei Wochen machte die Landesvorsitzende Anna Gallina deutlich, dass das Treffen in der Hansestadt von den Grünen nicht gewollt worden sei und sie die Messehallen für einen ungeeigneten Tagungsort halte.

    Es sei aber ein Erfolg, dass fast 30 Demonstrationen im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel stattfinden könnten.

    Justizsenator Till Steffen hob hervor, dass zunächst viel weitergehende Einschränkungen der Versammlungsfreiheit geplant gewesen seien. Die nun geltende Allgemeinverfügung mit zwei großräumigen Verbotszonen für Demonstrationen sei problematisch.

    Aber unter dem Strich würden sowohl die Sicherheit wie die Versammlungsfreiheit in Hamburg gesichert.

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