Sie lebt in NRW-Flüchtlingsheim – Assad-Verwandte wollte Asyl in Deutschland – Ruhrgebiet

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    Warendorf (NRW) – Es begann mit einer Massenschlägerei auf dem Flur des Ausländeramtes Warendorf. Was die herbeigerufenen Polizisten nicht ahnen konnten: Grund für den Zoff war eine prominente Asylbewerberin. Denn Fatima Massoud al-Assad ist die Witwe eines Cousins des syrischen Diktators.

    Ihre Landsleute erkannten sie, gingen auf sie los – weil sie für viele Flüchtlinge ein Symbol des verhassten Systems ist. Doch mittlerweile fiel sie selbst in Ungnade, beantragte Asyl in Deutschland und lebt jetzt in einer Flüchtlingsunterkunft im Kreis Warendorf.

    Fatima Massoud al-Assad fiel beim Clan in Ungnade

    Die Frau wurde in Syrien Opfer familieninterner Streitigkeiten, fiel beim Diktator von Damaskus in Ungnade – und wurde sogar niedergeschossen. 

    Der genaue Grund dafür ist laut „Westfälischen Nachrichten“ unklar. Ihr Mann sei Chef einer Assad-treuen Milizengruppe gewesen, 2014 von Rebellen getötet worden. Ihren Sohn wiederum habe der Diktator festnehmen lassen, nachdem dieser einen Offizier getötet hatte.

    Der Asylantrag von Fatima Massoud al-Assad, die neben dem syrischen auch einen libanesischen Pass habe, wurde laut Kreis Warendorf abgelehnt. Dagegen habe sie geklagt.

    Die Assad-Verwandte ist bei ihren Landsleuten so bekannt, dass sie in mehreren Flüchtlingsunterkünften erkannt und angefeindet wurde – zum Beispiel in einer Einrichtung in Bad Berleburg. Deshalb wurde sie nach Warendorf verlegt.

    Der syrische Bürgerkrieg

    Die Warendorfer Behörden beklagen, dass sie nicht über den familiären Hintergrund der Frau informiert wurden. „Man muss als Ausländerbehörde wissen, mit wem man es zu tun hat”, sagte der Leiter des Kreisordnungsamts Warendorf, Ralf Holtstiege. Die Polizei sei ebenfalls nicht informiert worden, teilte eine Sprecherin mit.

    Laut der für die Flüchtlings-Verteilung in NRW zuständigen Bezirksregierung Arnsberg seien solche Hinweise an Behörden nicht üblich, da Fatima Massoud al-Assad „keine Gefahr für andere“ sei.

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