Psychologe, Regisseur, selbst geflohen – Das ist das Opfer des Messerstechers

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    Saarbrücken – „Ich bin im Krieg geboren und aufgewachsen“, sagte Musaab A. (30) einmal.

    Der Iraker kam als Flüchtling nach Deutschland, integrierte sich, schrieb sogar Theaterstücke. Er arbeitete beim Deutschen Roten Kreuz im Psychosozialen Beratungszentrum für Migranten und Integration in der Vollweidstraße in Burbach.


    Musaab Al-Tuwaijari arbeitete seit 2014 in der Migrantenberatung beim DRK in BurbachFoto: Westfaelisches Landestheater

    Erstochen von einem Mann (27), der wie er vor Krieg und Tod flüchtete. Der Syrer kommt gegen 10 Uhr zum Beratungsgespräch, als es plötzlich Streit gibt. Da zieht der 27-Jährige im Dachgeschoss des DRK-Landesverbands ein Messer, sticht damit auf den DRK-Mitarbeiter ein und flüchtet.


    Polizisten sicherten den Tatort
    Polizisten sicherten den TatortFoto: Simon Mario Avenia

    Einige hundert Meter vom Tatort entfernt wird der Syrer von der Spezialeinheit OpE verhaftet. Ein Augenzeuge: „Die Polizisten sind aus ihren Autos gesprungen und haben den Mann zu Boden geworfen. Dann wurde er in Handschellen abgeführt.“

    In der Zwischenzeit versuchen Mitarbeiter des Rettungsdienstes verzweifelt, das Leben ihres Kollegen zu retten. Über eine halbe Stunde lang dauern die Reanimationsversuche. Mit dem Drehleiterwagen der Feuerwehr soll der Mann aus dem Dachgeschoss gerettet werden. Doch so weit kommt es nicht mehr, Musaab A. stirbt vor Ort.

    Der Verdächtige, der sich auch selbst schwere Verletzungen beibrachte, wird in einem Krankenhaus operiert. Die Polizei hat die mögliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, gefunden. 

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