Nach Anschlag: May sagt Ja zu «Shoot to Kill»-Taktik – News Ausland

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    England und die Welt stehen nach den Terroranschlägen von London noch immer unter Schock: Sieben Menschen starben bei dem Amoklauf von drei Terroristen am Samstag, dutzende wurden zum Teil schwer verletzt.

    London – Kein Totengebet für die Terroristen von London! : „Solche unvertretbaren Handlungen sind nicht mit den edlen Lehren des Islam zu vereinen.“

    Das „Muslim Council of Britain“ forderte seine Kollegen via Facebook auf, diesem Beispiel zu folgen, sich dem Protest anzuschließen.

    Nach dem dritten schweren Terroranschlag in Großbritannien in kurzer Zeit will Premierministerin May den radikalen Islamismus aus der britischen Gesellschaft „ausrotten“. Zugleich unterstützte sie die „Shoot to Kill“-Taktik der Polizei, also gezielte Schüsse mit Tötungsabsicht auf Angreifer.


    Die drei erschossenen Terroristen vom Anschlag in London: Vorne soll Khuram Butt liegen. Er war den Sicherheitsbehörden als Islamist bekanntFoto: Gabriele Sciotto / AP Photo / dpa

    Attentäter identifiziert

    „Jetzt reicht’s“, sagte May nach dem Anschlag. An diesem Donnerstag wählen die Briten ein neues Parlament. Der Kampf gegen den Terror rückt in den Mittelpunkt des Wahlkampfs. Am Montagabend identifizierte die Polizei in London zwei der mutmaßlichen Attentäter als Khuram Shazad Butt (27) und Rachid Redouane (30).

    Der in Pakistan geborene Brite Butt sei der Polizei und dem Geheimdienst MI5 bekannt gewesen, teilten die Behörden mit. Es habe jedoch kein Verdacht bestanden, dass der Mann einen Anschlag plant. Redouane, der sich als Marokkaner oder auch als Libyer ausgegeben habe, sei nicht auffällig geworden.

    Beide lebten im Ostlondoner Stadtteil Barking. Dort nahm die Polizei bei Durchsuchungen am Sonntag und Montag insgesamt zwölf Menschen fest, sieben Frauen und fünf Männer. Je ein Mann und eine Frau seien wieder freigelassen worden.

    Drei Männer hatten am Samstagabend im Zentrum Londons Menschen mit einem Lieferwagen und langen Messern attackiert und dabei sieben Passanten getötet und rund 50 weitere teils schwer verletzt. Die Angreifer wurden von Polizisten erschossen – vom Notruf bis zu ihrer Tötung vergingen acht Minuten.

    Unter den Verletzten waren laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auch zwei Deutsche. Die Terrormiliz Islamischer Staat (ISIS) reklamierte den Anschlag für sich.

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