Fuchs lebt im Garten des Bundespräsidenten – Gestatten, Frank-Walter, der etwas andere Schlosshund  – Berlin

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    Verfuchst nochmal! So hatte es sich Berlins berühmtester Reinecke eher nicht vorgestellt.

    Berlin – Erst roch es appetitlich nach Hundefutter. Dann schnappte die Lebendfalle zu. Und nun ist der Fuchs, der auf dem Gelände des Schlosses Bellevue herumstreift, für die Wissenschaft auf Sendung gegangen.

    Die zwei Meter lange Holzkasten-Falle hatte Evolutionsbiologin Sophia Kimmig (29) im Garten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (61, SPD) platziert. Die Wissenschaftlerin vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sammelt für ihre Doktorarbeit Bewegungsdaten von Stadtfüchsen. Sie will herausfinden, wie sich die Tiere an den urbanen Lebensraum anpassen.

    „Als der Fuchs in der Falle saß, wurde er betäubt, auf seinen Gesundheitszustand untersucht und schließlich bekam er einen Sender um den Hals gebunden“, sagt die Wissenschaftlerin.


    Frank-Walter riecht den Hundefutter-Köder in der Falle, ist aber noch recht misstrauischFoto: IZW

    Sophia Kimmig: „Wir sind natürlich dankbar, dass wir die Falle im Bundespräsidenten-Garten aufstellen durften. Denn das ist ja eigentlich ein Hochsicherheitsgelände. Hatte dann den Vorteil, dass die Falle nicht von irgendwelchen Leuten zerstört werden konnte.“


    Der Fuchs  hat sich der  Falle genähert.  Hunger geht  vor Misstrauen
    Der Fuchs hat sich der Falle genähert. Hunger geht vor MisstrauenFoto: IZW

    Sie ist über eine Antenne mit dem Tier verbunden, erfährt, wann der Fuchs rennt, wann er ruht, wo er rumstreift. Frank-Walters Revier ist etwa zweieinhalb Quadratkilometer groß. Sein 115 Gramm schweres Halsband wird sich eines Tages von allein lösen: Ein Teil ist aus Leder.

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