Finanz-Streit wegen Abschiedsspiel – Marcelinho wartet immer noch auf sein Geld – Bundesliga Saison 2016/17

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    Das große Abschiedsspiel von Hertha-Legende Marcelinho (42) am 25. März 2017 im Berliner Olympiastadion war ein rauschendes Fest. Drei Monate später herrscht nur noch Riesen-Ärger.

    Es geht um Geld, Mahnungen und Klagen…

    Marcelinho sagt zu BILD: „Mir fehlt noch ein Großteil meines Geldes, es geht um einen kleinen, sechsstelligen Betrag. Laut Vertrag muss ich das Geld zu einem festgelegten Zeitpunkt nach dem Spiel bekommen. Die Frist ist längst abgelaufen und das Geld überfällig. Ich bin traurig und sehr enttäuscht.“

    BILD erfuhr: Der Brasilianer hat etwa ein Fünftel seines Vertrags-Honorars erhalten. Etwa 100 000 Euro stehen noch aus. Marcelinho: „Das Geld steht mir zu, ich will es haben.“

    Jetzt ist die Sache vor GERICHT! Beim Amts- und Landgericht Wiesbaden wurden inzwischen mehrere Klagen eingereicht.

    Agnes Goldmann, Sprecherin der Pressestelle des Landesgerichts Wiesbaden am Mittwoch zu BILD: „Ich kann bestätigen, dass eine Klage der h&p Sportmanagement GmbH & Co KG gegen Public Events GmbH & Co KG vorliegt. Das Verfahren ist terminiert worden. Stellungnahmefristen für die Beklagtenseite laufen.“

    h & p ist Marcelinhos Berater-Agentur für das Abschiedsspiel. Sie verklagt den Veranstalter des Abschiedsspiels – Public Events. h&p fordert eine fünfstellige Summe für die eigene Agentur und das Honorar für Marcelinho.


    Hendrik Hoppenworth von der Agentur h&p SportmanagementFoto: zvg

    Hendrik Hoppenworth, Geschäftsführer von h&p sagt dazu auf BILD-Nachfrage: „Die h&p Sportmanagement GmbH & Co. KG hat in diesem Zusammenhang in enger Abstimmung mit Marcelinho weitere Schritte eingeleitet. Aufgrund der schwebenden Verfahren beim Amts- und Landgericht Wiesbaden möchten wir uns hierzu derzeit aber nicht weiter äußern.“

    Was sagt der Beklagte?

    Christian Howaldt, Geschäftsführer der Public Events GmbH & Co. KG, behauptet am Donnerstag auf BILD-Nachfrage, mit Ausgleich der vereinbarten Zahlungen den Rechtsstreit bald zu erledigen.

    Hoppenworth bestätigt: „Mir ist am Donnerstagnachmittag von Herrn Howaldt angekündigt worden, die ausstehenden Zahlungen nächste Woche zu begleichen.“

    Sollte das der Fall sein, würden die Verfahren vor Gericht zurückgezogen werden.


    Christian Howaldt von Public Events
    Christian Howaldt von Veranstalter Public EventsFoto: PublicAd

    Public Events sieht sich noch weiteren Forderungen gegenüber – auch ein Reisebüro, die Olympiastadion GmbH sowie ein Sicherheitsdienstleister melden sich in BILD zu Wort.

    Uwe Kratz, Inhaber des Reisebüros Hanno Travel in Hamburg zu BILD: „Public Events hat die von uns erbrachten Reiseleistungen in Anspruch genommen, aber keine der Rechnungen bezahlt. Trotz diverser Mahnungen wurde der offene fünfstellige Eurobetrag nicht beglichen.“

    BILD erfuhr: Es soll um Tickets für zwanzig Passagiere gehen, die für das Abschiedsspiel eingeflogen kamen – darunter die Weltmeister Carlos Dunga und Paulo Sergio sowie Hertha-Ikone Marko Pantelic plus Familie.

    Kosten: Etwa 15 000 Euro.


    Marcelinho nach seinem Abschiedsspiel
    Marcelinho macht ein Herz vor der OstkurveFoto: City-Press GbR

    Christoph Meyer, Direktor Veranstaltungsbetrieb und Pressesprecher der Olympiastadion Berlin GmbH zu BILD: „Bei uns steht noch eine fünfstellige Summe aus, die nicht bezahlt wurde. Teile unserer Forderungen für Miete, Catering sowie für bei der Veranstaltung verursachten Schäden wurden nicht beglichen. Wir haben bereits gemahnt, der nächste Schritt ist dann der Mahnbescheid.“

    Kosten: Etwa 35 000 Euro.

    Henry Klemm, Geschäftsführer des Sicherheitsdienstleisters B.E.S.T.: „Bisher hat B.E.S.T. von Public Events nichts bekommen. Null Euro! Der Mahnbescheid ist beantragt.“

    Kosten: Knapp 47 000 Euro!

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