Das Ende eines indischen Martyriums – Elefant Gajraj nach 58 Jahren Gefangenschaft frei! – News Ausland

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    Die Traurigkeit in seinen Augen ist nicht mit Worten zu beschreiben.

    Über ein halbes Jahrhundert durfte sich der Elefant Gajraj nicht bewegen. 58 Jahre musste das arme Tier als Touristenattraktion in Ketten vor dem Yami Devi Hindutempel in Aundh, Maharashtra in Indien ausharren. Er galt als Statussymbol für Wohlstand.

    Am Samstag wurde der wahrscheinlich 75 Jahre alte Elefant von der Organisation Wildlife SOS befreit und durfte sich zum ersten Mal ohne Fesseln bewegen, wie die „Daily Mail“ berichtet.

    ► Er lief umher, trötete und bewarf sich mit seinem Rüssel mit Sand – wie jeder Elefant in Freiheit das täglich macht.


    Geschunden und gefesselt – so musste Gajraj 58 Jahre aushaltenFoto: Peta

    Doch Gajraj durfte ein solches Verhalten nie ausleben. Schon als Kalb wurde er eingefangen und an allen vier Füßen in Ketten gelegt.

    Bei seiner Befreiung war er in einem üblen Zustand! Verletzt, teilweise blind, dehydriert, mit Abszessen an seinen Füßen und abgesägten Stoßzähnen, damit er seine Mahouds (so werden die Menschen genannt, die die Wärter gefangener Elefanten sind) nicht verletzen konnte.

    Die misshandelten den „König der Elefanten“, wie sein Name übersetzt heißt, jeden Tag. Sie gaben ihm nicht ausreichend zu essen, kaum Wasser.


    Bei seiner Befreiung mussten Polizisten die aufgebrachte Bevölkerung zurückhalten, die nicht wollte, dass der Elefant geht
    Bei seiner Befreiung mussten Polizisten die aufgebrachte Bevölkerung zurückhalten, die nicht wollte, dass der Elefant gehtFoto: Photo Courtesy Wildlife SOS

    Gajraj gehörte der Königin von Aundh, die überzeugt wurde, ihn endlich frei zu lassen. Dennoch konnte der zwölfköpfige Rettungstrupp den Elefanten nur mit polizeilicher Unterstützung befreien, weil die Bevölkerung dagegen hart protestierte. Denn der Elefant wurde als Touristenattraktion missbraucht und brachte viel Geld ein.

    Jetzt ist Gajraj endlich frei. Doch immer noch teilen unzählige Elefanten weltweit sein trauriges Schicksal.


    Die ersten Schritte in eine Umgebung, in der der Elefantenbulle nicht weder in Ketten ist, noch geschlagen wird
    Die ersten Schritte in eine Umgebung, in der der Elefantenbulle nicht weder in Ketten ist, noch geschlagen wirdFoto: Photo Courtesy Wildlife SOS

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