BILD-Serie: 10 Jahre Ribéry beim FC Bayern – HITZFELD »Ich hoffe, Franck wechselt nie nach Asien – Bundesliga Saison 2016/17

    44
    0
    SHARE

    Für immer FC Bayern? 

    Ottmar Hitzfeld (68) war der erste Trainer von Franck Ribéry in München. 2007/08 holten die beiden gleich zusammen das Double.


    Ribéry machte sein erstes Bundesligaspiel am 11. August 2007. Beim 3:0 der Bayern gegen Hansa Rostock spielte der Franzose starkFoto: picture-alliance/ dpa

    Im 3. Teil der BILD-Serie „10 Jahre Ribéry beim FC Bayern“ wünscht sich die Trainer-Legende, dass der Super-Franzose (Vertrag bis 2018) seine Karriere in München beendet – und nicht dem Lock-Ruf der großen China-Kohle folgt!

    Hitzfeld zu BILD: „Ich hoffe, dass er hier seine Karriere beendet, nicht in Asien. Das wünsche ich mir. Denn er ist eine Bayern-Legende!“

    Nach Saisonende steht Ribéry womöglich vor der Entscheidung: Sehr, sehr viel Geld in Asien (eine Anfrage hat er schon vor einem Jahr abgelehnt) oder Familien-Idylle in Grünwald, denn auch Ehefrau Wahiba und die vier Kinder fühlen sich im Nobel-Vorort sehr wohl.

    Außerdem traut Hitzfeld Ribéry immer noch eine Führungsrolle bei Bayern zu – die er gleich übernahm nach seiner Vorstellung am 7. Juni 2007, gemeinsam mit Luca Toni (40/jetzt Sportdirektor bei Hellas Verona).

    Meister-Trainer Hitzfeld: „Franck war von Anfang an Leistungsträger. Ihn musste man eher bremsen, als antreiben. Da war Luca schon ein wenig anders. Er hat sich am meisten aufs Toreschießen konzentriert.“

    Der Franzosen-Filou und der Italo-Knipser, Vizeweltmeister und Weltmeister, kamen als Super-Duo, verstanden sich auf Anhieb – ohne die selbe Sprache zu sprechen.

    Hitzfeld erinnert sich: „Wir waren im Trainingslager in Donaueschingen. Am ersten Abend saßen Luca und Franck zusammen an der Hotelbar. Sie unterhielten sich bestens, obwohl sie sich sprachlich nicht verstanden. Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen!“
    Sonst sprang Abwehr-Kante und Belgier Daniel van Buyten (39) zu Beginn häufig als Französisch-Dolmetscher ein. Auch Hitzfeld brauchte anfangs Hilfe, um mit Ribéry zu sprechen.

    Der Champions-League-Sieger von 1997 und 2001: „Ich habe mit Franck über eine Dolmetscherin kommuniziert. Es waren angenehme Gespräche. Franck hat sich danach immer bedankt. Das hat mich überrascht.“


    Daniel van Buyten, Franc Ribery und Ottmar Hitzfeld beim Training
    Daniel van Buyten (l.) musste oft als Dolmetscher zwischen Ribéry (M.) und Hitzfeld fungierenFoto: picture-alliance/ dpa

    Der siebenmalige Deutsche Meister war damals auch von Ribérys frechen Scherzen beeindruckt – einmal traf es Ex-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (74).

    Hitzfeld: „Gleich in seiner Anfangszeit hat sich Franck Müller-Wohlfahrt geschnappt und ihn in den Whirlpool geschmissen. Obwohl der einen Kopf größer war als er selbst. Franck war schon damals ein echter Spaßvogel!“

    Aus dem Filou wurde eine Bayern-Legende – mit Karriereende in München?

    Ribéry unter Hitzfeld in Zahlen

    ► Eine Saison spielte Ribéry unter Hitzfeld: 2007/08 holten sie das Double!
    ► 46-mal durfte der Franzose in der Saison ran: 28 Liga-Einsätze, fünf im Pokal, elf Partien im Uefa-Cup sowie zwei im Ligapokal.
    ► Seine Hitzfeld-Bilanz: 19 Tore, 20 Vorlagen.

    Besondere Momente:

    ● Siegtor im Pokal-Viertelfinale gegen 1860: Elfmeter zum 1:0 in der 120. Minute!
    ● Doppelpack am 27. April gegen Stuttgart (4:1).
    ● Drei Vorlagen auf Luca Toni beim 6:0 gegen Aris Saloniki (Uefa-Cup Gruppe F, 19. Dezember 2007).

    Lesen Sie morgen: Mit wem Uli Hoeneß Franck Ribéry verglich. Und, was Luca Toni über ihn sagt.

    قالب وردپرس